Fundstück im Juni 2026 Elisabeth Thommen (1888-1960)

Journalistin und Radiofrau

Ihre Text waren zuweilen bissig und radikal und stiessen auch innerhalb der Frauenbewegung oft auf Ablehnung. Wegen ihrer antimilitaristischen und konsequent feministischen Haltung wurde sie 1921 beim Schweizer Frauenblatt als Redaktorin entlassen.

Die gelernte Kindergärtnerin hatte bereits von 1919 bis 1939 die Frauenseite der Basler Nationalzeitung als Redaktorin und Autorin betreut. Eigentlich wollte sie Schriftstellerin sein. Sie veröffentlichte mehrere kleine Werke. Aber aus finanziellen Gründen – als getrennte Frau mit drei Kindern – blieb sie Redaktorin.

Ab 1938 bis zu ihrer Pensionierung 1953 redigierte sie bei Radio Beromünster die Sendung «Die halbe Stunde für die Frau» später «Die Stunde der Frau». Diese wurde jeden Freitag um 14 Uhr ausgestrahlt und monatlich in einer Abendsendung zusammengefasst und weitete sich zu einer eigentlichen Beratungsstelle für Fragen von Frauen aus. Im Rahmen ihrer Sendung gründete sie in den 1940er Jahren die Hilfsaktion Von Frau zu Frau.

Sie gehörte lange dem Vorstand des Zürcher Stimmrechtsvereins an und war 1934 am Aufbau der Arbeitsgemeinschaft Frau und Demokratie beteiligt. 

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